Oldenburg

Über 160.000 Einwohner zählt die niedersächsische Stadt Oldenburg, die am Fluss Hunte liegt. Auf dem Gebiet der Stadt befand sich im 8. Jahrhundert n. Chr. eine Bauernsiedlung. Von den Grafen von Oldenburg wurde hier im 12. Jahrhundert eine Burg errichtet. Stadtrechte erhielt die zum Erzbistum Bremen gehörende Ortschaft im Jahr 1345. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Stadt Bestandteil Dänemarks und erhielt Befestigungsanlagen, die heute noch besichtigt werden können. Nach Abdankung des letzten Großherzogs entstand 1919 der Freistaat Oldenburg.

Die Wirtschaft der Stadt wird durch Dienstleistungsunternehmen und durch starke mittelständische Firmen geprägt. Aus dem produzierenden Gewerbe haben sich Nahrungsmittel- und Automobilindustrie sowie Druckereien und fotoverarbeitende Betriebe am Fluss Hunte niedergelassen. Die Stadt entwickelt sich auch zu einem Schwerpunkt der erneuerbaren Energien und der Informationstechnologie. Der für die Wirtschaft wichtige Einzelhandelssektor ist sowohl in der gut ausgebauten Innenstadt als auch in Fachmärkten und Einkaufszentren vertreten.
 
Oldenburg
Ein traditioneller Bestandteil der Kultur der Stadt ist das 1833 eröffnete Oldenburgische Staatstheater. In niederdeutschem Dialekt finden die Aufführungen der August-Hinrichs-Bühne statt. Das in den Räumen des Schlosses Oldenburg untergebrachte Landesmuseum zeigt Exponate aus Kulturgeschichte und Kunstgewerbe. Zu den sehenswerten Bauwerken zählt die über den Fluss Hunte führende Cäcilienbrücke, die 1927 fertiggestellt wurde. Auch das Mausoleum der Großherzöge und das Gebäude der Schlosswache gehören zur Kultur der Stadt.
 
Vier Seen in der Umgebung bieten sich in der Freizeit zum Baden und für den Wassersport an. Zu den zahlreichen Parks, die zum Verweilen einladen, gehören u. a. der Schlossgarten und der botanische Garten. Die um den Stadtkern verlaufenden Stadtwälle sind als Grünanlagen ausgestaltet. Drei Naturschutzgebiete, in denen ein Teil der Freizeit verbracht werden kann, befinden sich auf Oldenburger Stadtgebiet. Zu ihnen zählen die 350 Hektar großen „Bornhorster Huntewiesen“.